RGCS Symposium 2026 in Berlin
Das RGCS ist ein internationales Netzwerk für Forschung, das sich mit Umgebungen beschäftigt, in denen Menschen zusammenarbeiten. Das können Coworking Spaces, Makerspaces oder andere Orte sein, die beeinflussen, wie Menschen sich organisieren, zusammenarbeiten und Gemeinschaften aufbauen. Im März tauschten Forschende aus verschiedenen Disziplinen zwei Tage lang in Berlin ihre Sichtweisen auf kollaborative Räume aus.
Das Symposium der Research Group on Collaborative Spaces (RGCS) gilt als eines der wichtigsten internationalen Treffen für die Coworking-Forschung. Am 5. und 6. März 2026 kamen Forschende aus verschiedenen Ländern zum RGCS Symposium 2026 an der TU Berlin zusammen, um aktuelle Entwicklungen rund um Coworking, kollaborative Arbeitsorte und neue Formen der Arbeit zu diskutieren.
In den Paper Sessions diskutierten Forschende aus unterschiedlichen Disziplinen aktuelle Studien zu Themen wie:
- die Auswirkungen hybrider Arbeitsformen auf Organisationen und Zusammenarbeit
- Coworking-Communities und ihre sozialen Dynamiken
- die Rolle von Coworking-Spaces im urbanen und peripheren Kontext
- neue Konzepte wie Coliving oder Workation

* RGCS Symposium • Gislene Feiten Haubrich stellt ihr Paper „Putting work at the centre of coWORKing:
Values-in-Activity and the Democratic Potentials of Everyday Organizing“ vor.
Coworking Ortstermin beim ‚OWEE‘
Neben wissenschaftlichen Vorträgen spielte auch der Austausch zwischen Wissenschaft und Praxis eine zentrale Rolle – wie der OWEE (Open Walked Event-based Experimentation) durch Berlin im Vorfeld der Konferenz zeigte.
Die Idee hinter dem OWEE ist einfach: Anstatt im Konferenzraum zu bleiben, erkundeten die Teilnehmenden gemeinsam die Stadt und besuchen Orte, an denen neue Formen des Arbeitens, Kreativseins und Zusammenarbeitens entstehen.

OWEE-Impressionen | betahaus am Moritzplatz





OWEE-Impressionen |cocreation.Loft




Beyond Community
Ein besonderes Highlight war die Paneldiskussion „Beyond Community? Coworking Between Ideals, Infrastructures and Everyday Constraints“. Hier diskutierten Forschende und Betreiber*innen von Berliner Coworking Spaces gemeinsam darüber, wie sich Coworking von gemeinschaftlich geprägten Initiativen zu einer zunehmend etablierten Arbeitsinfrastruktur entwickelt hat, und welche Rolle Community, Werte und wirtschaftliche Rahmenbedingungen dabei spielen.
Besonders freut uns als German Coworking Federation, dass gleich drei Mitglied-Spaces auf dem Panel vertreten waren und ihre Perspektiven aus der Praxis eingebracht haben:
- Katja Hellkötter (C*Space Berlin)
- Christopher Weiß (beydes)
- Ferhat Engel (Engelnest)
Gemeinsam mit Katarzyna Wojnar (TU Delft) und Gislene Feiten Haubrich (Stockholm School of Economics) entstand eine spannende Diskussion über die Zukunft von Coworking zwischen Community-Ideal und ökonomischen Herausforderungen.

Moderiert wurde das Panel von Alexandra Bernhardt, Vorstandsmitglied der German Coworking Federation und verantwortlich für die Rolle Forschung bei der GCF. Sie war zugleich Teil des lokalen Organisationsteams des Symposiums gemeinsam mit Janet Merkel (TU Berlin). Das Symposium hat einmal mehr gezeigt, wie wichtig der Dialog zwischen Forschung und Coworking-Praxis für die Weiterentwicklung des Feldes ist.
Tipp: Wenn du dich für einzelne Inhalte interessierst, dann lies auf dem Blog von Cobot nach (in Englisch): Dort hat Rosee Shrestha 11 Forschungsbeiträge vom RGCS Symposium zusammen getragen.
