Presseschau: Coworking im September 2020

Presseschau Coworking September 2020

Presseschau: Coworking im September 2020

Auch im Monat September war Coworking wieder Thema in den Medien und das überall in Deutschland. GCF-Mitglied Tobias Kremkau berichtet regelmäßig in seiner Telegram-Gruppe „Kremkau’s Links“ über neue Coworking Spaces und Initiativen. Für das Blog der German Coworking Federation (GCF) hat er eine Auswahl an Berichten aus dem Monat Juli kuratiert.


Neue Orte des Arbeitens 🔗

Für die Bertelsmann Stiftung habe ich eine Übersicht von sogenannten Shared Workspaces erstellt, also wo überall Menschen zusammen arbeiten, und zu fast jedem Ort ein Interview mit Betreiber*innen geführt. Ziel ist es, die doch sehr verschiedenen Geschäftsmodelle und Community-Konzepte besser zu verstehen und unterscheiden zu können, damit nicht alles immer als Coworking bezeichnet wird, auch wenn es damit nichts zu tun hat.

Neue Formen der Zusammenarbeit in der Kreativwirtschaft 🔗

Bisher war die Anzahl der Coworking Spaces in Thüringen vergleichsweise niedrig, aber es tut sich etwas. Vor allem im Osten von Thüringen hat sich scheinbar etwas getan, denn inzwischen gibt es auch in Altenburg und Gera jeweils ein Coworking Space. Vor allem das Umdenken von Arbeitsformen aufgrund der Corona-Pandemie soll diese Entwicklung erklären. Ob es wirklich daran liegt oder die Zeit einfach reif war? Wer weiß.

Evangelische Landessynode: Zukunfts- und Personaldebatten 🔗

Die evangelische Kirche in Bayern beschäftigte sich auf ihrer Synode mit Sach- und Personalfragen, um die Kirche für die Zukunft vorzubereiten. Dabei werden auch neue Ideen angesprochen, wie bspw. Coworking. „Warum nicht unsere Gemeindehäuser aufmachen, Arbeitsplätze einrichten? Rahmenprogramm anbieten, wo sich junge Menschen angesprochen fühlen„, fragt sich die Synodale Anna-Nicole Heinrich aus Cham.

Gerade für uns Mütter ist Coworking praktischer als pendeln“ 🔗

Mich beeindruckt immer wieder, wie fortgeschritten die Coworking-Debatte in der Schweiz ist, gerade mit Fokus auf den ländlichen Raum. Das liegt zu einem großen Teil an Menschen wie Jenny Schäpper-Uster, meiner Meinung nach vor allem an ihr, die zum einen selber ein Coworking Space auf dem Land betreibt, zum anderen stets die Debatte darüber vorantreibt. Hier ein sehr tolles Interview mit Jenny.

Neues Kreativzentrum in Stralsund eröffnet 🔗

Die aus Niedersachsen stammende Coworking-Kette »Orangery« mit Standorten in Hildesheim und Hameln hat nun ihren ersten Standort in Ostdeutschland eröffnet. Seit Mitte September gibt es auch ein Coworking Space der Orangery in Stralsund, übrigens auch das erste Coworking-Angebot in der Stadt. Scheinbar werden die Städte in der zweiten Reihe, sogenannte Secondary Cities, auch für Coworking-Kette interessanter.

Coworking-Projekt für Leverkusen auf Eis gelegt 🔗

Immer mehr Coworking Spaces setzen ihren Fokus auf das Angebot der flexiblen Kinderbetreuung neben dem Coworking. Dies erscheint auch nachvollziehbar, arbeiten immer mehr Menschen ortsunabhängig, während sie weiterhin die Vereinbarkeit von Familie und Beruf bewältigen müssen. Die »Kintawelt Leverkusen« plante ein Coworking Space, hat sich aber jetzt dazu entschieden, die Räume anders zu nutzen. Schade eigentlich.

2020 brachte uns mehr Flexibilisierung 🔗

In der Sächsischen Zeitung ist ein Artikel über die Vorteile von Coworking und das Arbeiten in einem Coworking Space erschienen, der dadurch auffällt, dass dort keinerlei Unsinn zu dem Thema geschrieben wird, wie leider oft bei fachfremden Autor*innen. Das ist einfach ein grundsolider Artikel zum Thema. Finde ich natürlich sehr gut. Coworking Spaces aus Sachsen werden nicht erwähnt, obwohl das Bundesland eine Menge vorzuzeigen hätte.

Idee der modernen Arbeitsplätze gewinnt 🔗

Die sächsische Stadt Freiberg hat bereits mit dem »Freiwerk« ein erstes Coworking Space, doch bald wird wohl noch ein weiteres Coworking-Angebot in der Innenstadt dazukommen. Der Unternehmer Noah Knittel gewann mit seinem Konzept »HUBert und Coworking Space« den Freiberger Gründerpreis 2020. Prämiert wurde die Geschäftsidee mit insgesamt 6.000 Euro, als Zuschuss zu zwölf Monatsmieten.

Bild: Md Mahdi on Unsplash

No Comments

Post a Comment