Im April 2026 ist es so weit: Die COWORK2026 schlägt ihre Zelte im kiwifalter in Düsseldorf-Kaiserswerth auf. Ein besonderes Highlight wird auch dieses Jahr wieder das Barcamp am Samstag sein – moderiert von Doris Schuppe und Manuela Wehrle.


Warum ein Barcamp?

Coworking ist für uns eine Herzensangelegenheit, doch im breiten Diskurs wird es oft noch immer als Nischenthema behandelt. Dabei wissen wir alle: Die Herausforderungen vor Ort und die Lösungen, die wir täglich entwickeln, sind hochrelevant. Umso wichtiger ist es, dass wir diesen Ort für den Austausch, die Inspiration und das Lernen voneinander und miteinander haben.

Ein Barcamp ist kein gewöhnliches Konferenzformat. Es ist eine ‚Konferenz ohne feste Agenda‘, bei der du vom Gast zum/zur ‚Teilgebenden‘ wirst.

  • Aktuelle Themen: Da wir die Agenda nicht vorab festlegen, sondern erst am Morgen gemeinsam erarbeiten, behandeln wir genau das, was euch aktuell bewegt.
  • Wissen auf Augenhöhe: Wir gehen davon aus, dass jede und jeder der Teilnehmenden an der COWORK2026 wertvolles Praxiswissen mitbringt. Ob es um rechtliche Hürden, Community-Building oder Wirtschaftlichkeit geht – hier triffst du Menschen, die wirklich im Thema stecken.
  • Netzwerk gegen die Nische: Hier entstehen Lösungen für Probleme, die man außerhalb unserer Branche oft gar nicht versteht.

Das Format ‚Barcamp‘ ist dafür hervorragend geeignet.


Wie funktioniert der Tag?

Von der leeren Wand zum Sessionplan: Der Morgen beginnt mit einer leeren Matrix aus Räumen und Zeitfenstern. Wer eine Idee, eine Frage teilen oder einen Austausch leiten möchte, tritt vor und stellt das Thema in 30 bis 50 Sekunden kurz vor.

Das sind die Bestandteile eines Barcamps:

  • Die Sessions: Eine Session dauert maximal 45 Minuten. Das kann ein klassischer Vortrag sein, aber auch eine Diskussionsrunde, ein Workshop oder ein ‚Ask Me Anything‘ (quasi frag mich alles aus meinem Themengebiet).
  • Pitches ohne Sales Pitch: Die Session wird gepitcht, also in kurzer Zeit bestmöglich vorgestellt. Was niemand beim Barcamp gebrauchen kann, sind reine Verkaufsgespräche oder Produkt-Pitches – die bleiben bitte in der Schublade.
  • Das Stimmungsbild: Per Handzeichen wird das Interesse der Anwesenden abgefragt, um die passende Raumgröße zu finden. Es geht nicht darum, ob das Thema schlecht oder gut ist. Jede Session findet ihren Raum und ihre Community.
  • Die Agenda: Die Karten zu jeder Session werden nach dem Pitch ins Stunden- und Raum-Raster übertragen. So füllt sich Stück für Stück der Stundenplan des Tages.
  • Die Doku: Jede Session bekommt ein Poster für die Dokumentation. Die Person, die eine Session vorgeschlagen hat, ist für den Start, das zeitige Ende und die Dokumentation der Session verantwortlich. Diese Verantwortung darf gerne mit anderen Teilnehmenden geteilt werden (zum Beispiel Zeitmanagement, Notizen).

Am Ende des Barcamps kommen wir für eine halbe Stunde im Plenum zusammen. Wir klären Fragen, stellen weitergehende Initiativen oder Aktionen vor und feiern gemeinsam besonders herausragende Momente.

Barcamp Coworking COWORK2023 Solingen Sessionboard | Foto: DoSchu
Barcamp-Planung COWORK2023 in Solingen | Foto: DoSchu

Wenn so viele Themen parallel stattfinden … bringt das was?

Bei so viel geballter Kompetenz entsteht oft die berühmte Fear of Missing Out – kurz F.O.M.O. Doch keine Sorge: Beim Barcamp gilt das ‚Gesetz der zwei Füße‘. Wenn du merkst, dass du in einer Session gerade nichts mehr lernen oder beitragen kannst, darfst du jederzeit leise den Raum wechseln.

Damit wir alle voneinander lernen, dokumentieren wir die Notizen, Erkenntnisse, Tipps und Ergebnisse auf Postern zu jeder Session. Diese kannst du im Laufe des Tages in der wachsenden Session-Galerie betrachten. Sie werden auch nach und nach im digitalen Sessionplan auf trello dokumentiert.

barcamp coworking digitaler sessionplan
Digitaler Sessionplan COWORK2018 | Foto Kerstin Rolfes

Was kann eine Session auf dem Barcamp der COWORK2026 sein?

Das Barcamp Coworking am Samstag im kiwifalter bietet den optimalen Raum, um tief in die spezifischen Herausforderungen und Lösungen einzutauchen, die uns alle bewegen. Zur Anregung einige Ideen für Sessions auf der COWORK2026:

Einsamkeit vs. Fokus: Wie wir die soziale Komponente stärken, ohne die Produktivität zu stören.Fails zum Lernen: Was hast du an Events & Promotions gemacht, das überhaupt nichts brachte?Nischen-Coworking: Strategien für Spaces mit speziellen Zielgruppen
Automatisierung vs. Hospitality: Wo hilft Technik und wo braucht es zwingend den ‚Human Touch‘?Preismodelle 2026: Wie reagieren wir auf steigende Preise und Energiekosten?Zusatzeinnahmen: Welche Services funktionieren wirklich?
Multifunktionale Flächen: Wie können Eventflächen und Arbeitsbereiche effizient kombiniert werden?Event Formate: Was können wir bspw. am European Coworking Day im Mai veranstalten, um Menschen für Coworking zu interessieren?Nachhaltigkeit im Space: Was setzt ihr wie um – Upcycling-Möbel, Energieeinsparung, Dienstfahrrad …?
Coworking im ländlichen Raum: Neue Wege und Ideen jenseits der Metropolen.Konfliktmanagement im Space: Best Practices, wenn es zwischen den Coworkers mal knirscht.Kooperationen mit Kommunen: Wie wir Coworking als Teil der öffentlichen Daseinsvorsorge etablieren.
Ask Me Anything: zum Beispiel zur perfekten Social Media-Kommunikations-Lösung.Akustik-Hacks: Bezahlbare Lösungen für Ruhe in offenen Strukturen.KI im Coworking-Management: Tools, die uns den Alltag als Space-Betreiber erleichtern.

Diese Themen sind lediglich Impulse – beim Barcamp entscheidest am Ende du zusammen mit der Community am Morgen der Konferenz, was wirklich auf den Plan kommt. Wir freuen uns auf deinen Vorschlag!

Doris & Manuela

cowork2026 barcamp coworking team
Vorbesprechung auf Mallorca: Barcamp Moderation Doris & Manuela

Hier geht es zur Programm- und Buchungsseite zur COWORK2026 in Düsseldorf-Kaiserswerth.


Illustrationen mit Canva.com sowie Fotos COWORK2025 Sarina Flachsemeier, COWORK2023 DoSchu, COWORK2018 Kerstin Rolfes und privat